Sechs Schlüssel zu vollkommener Gesundheit

Gesundheit erreicht man aus der Sicht der Naturheilkunde nicht durch das „Einwerfen“ von Pillen und dem Kurieren von Symptomen. Gesundheit ist nach dem Verständnis von Naturheilkundlern immer zunächst eine Lebenseinstellung, die Geist und Körper ganzheitlich betrachtet. Man kann deshalb sechs Schlüssel zu vollkommener Gesundheit formulieren.

Der erste Schlüssel besteht darin, die grundlegende Ursache für Krankheiten abzustellen.

Es beginnt immer damit, seine Gedanken und Gefühle zu ändern. Der Verfall des Körpers beginnt mit selbstzerstörerischen Gedanken und Gefühlen wie beispielsweise Hass, Ärger, Kritik, Verdammung, Verurteilung, Beschuldigung, Selbstmitleid, Angst, Eifersucht oder Depressionen. Gute Gesundheit erfordert selbstbestimmte Emotionen. Sie kreieren gute Gedanken und Gefühle selbst. Liebe, Friede, Harmonie, Dankbarkeit und Lob bringen Leben und Licht in den Körper, sie erzeugen Energie, Vitalität und Fröhlichkeit. Sie sollten Vertrauen in sich selbst haben, das Leben lieben und offenherzig anderen gegenüber sein, dann sind Sie gesund. Die Energien und Hormone, die Sie damit freisetzen, erzeugen gewaltige Heilkräfte. Aber dieser Geisteszustand kann oft erst erreicht werden, nachdem auch körperliche Blockaden und Ablagerungen entfernt wurden.

Der zweite Schlüssel, um Krankheiten zu besiegen, besteht darin, Stauungen und Blockaden im gesamten Körper zu beseitigen.

Einige Mediziner zielen mit ihrer Therapie einzig auf die Körperregionen, die offensichtliche Störungen aufweisen, aber es gibt keinen einzigen Körperteil, der nicht in Wechselbeziehung zum Gesamtorganismus steht. Sie können beispielsweise durchaus ein schmerzendes Knie heilen, indem Sie Ihre Leber wieder aktivieren. Es müssen somit jegliche Blockaden und Giftstoffe entfernt werden, beginnend mit den Darmablagerungen. Dadurch werden massenweise Gifte entfernt und so die Organe entlastet. In der heutigen Zeit wird es auch immer wichtiger, sich von Schwermetallen, Keimen, Viren und sogar Parasiten zu befreien.

Der dritte Schlüssel in Richtung Gesundheit besteht darin, keine Speisen mehr zu sich zu nehmen, die weder Enzyme, noch Lebenskraft, noch Nährwert enthalten.

Leblose "Nahrung" verursacht die Bildung von Schleim, Giftstoffen und Stauungen, speziell im Darmtrakt (Verstopfung). Die Schichten von aus hart gewordenem Schleim (Mucoid-Schleimschicht) zusammengehaltenen Exkrement-Ablagerungen an der Darmwand sind die Ursache von mehr als 90% aller Krankheiten (mit Ausnahme von Verletzungen und Erbkrankheiten). Wie heißt es so treffend: "Der Tod kommt aus dem Darm". Und auch die Energie und das Leben kommen aus dem Darm, wenn man den Darm gereinigt und das Immunsystem wieder aufgebaut hat.

Der vierte Schlüssel zu andauernder Gesundheit

Dieser Schlüssel besteht darin, den Körper mit den notwendigen Elementen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, essentiellen Aminosäuren, ungesättigten Fettsäuren etc. zu versorgen. Leider enthält unsere Nahrung heute nicht mehr die Nährstoffe, die wir benötigen. Es bleibt uns also - um wirklich dauerhaft gesund zu bleiben - keine andere Wahl als die fehlenden Nährstoffe auf anderem Wege als über die Nahrung zu erhalten. Man kann diesen Schritt nicht erfolgreich durchführen, bevor der zweite Schritt zumindest ein gutes Stück weit fortgeschritten ist.

Der fünfte Schlüssel

Der fünfte Schlüssel besteht darin, die Organe und Drüsen des Körpers zu regenerieren und zu stärken. Das heißt, die Verdauungsfunktion nach der Reinigung optimal wieder herzustellen und Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse und die anderen Drüsen zu reinigen und zu erneuern. Auch Herz, Lunge und Muskeln sollten gestärkt werden. Zuerst müssen jedoch die Stauungen und Blockaden restlos beseitigt sein.

Der sechste Schlüssel zu vollkommener Gesundheit

Der sechste Schlüssel zur Gesundheit ist es, den Körper regelmäßig zu trainieren. Sie sollten mindestens zweimal in der Woche ins Schwitzen kommen und Lungen und Herz intensiv fordern, wenn Ihr Gesundheitszustand das noch zulässt.

Das Stärken der Selbstheilungskräfte

Es gibt viele Konzepte, um die die Selbstheilungskräfte des Menschen durch natürliche Stoffe anzuregen und zu unterstützen. Am häufigsten werden die Verfahren der Pflanzenheilkunde und der Einsatz von solchen Stoffen angewendet, die der Körper benötigt, um funktionieren zu können: Vitamine, Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe, Aminosäuren und Enzyme.

Das sind solche Stoffe, die der Mensch entweder über eine gesunde Nahrung aufnimmt oder körpereigene Stoffe, an denen er aufgrund ungesunder Nahrung oder altersbedingt einen Mangel hat.

Die Pflanzenheilkunde wird seit vorgeschichtlicher Zeit bei allen Völkern der Erde ohne Unterbrechung praktiziert. Das über lange Zeiträume entstandene immense Wissen und die Jahrtausende alten Erfahrungen über die Wirkungen auf den Menschen sind ein Kulturschatz, den wir bewahren und weitertragen sollten.

Inzwischen ermuntert auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) alle Staaten, an den alten Traditionen der Pflanzenheilkunde festzuhalten und sie zu pflegen.

Die Sicht der Pflanzenheilkunde

Die Pflanzenheilkunde sieht Universum und menschlichen Körper noch als Einheit und gründet auf der Anschauung, dass alle Dinge miteinander in Beziehung stehen. Sie wirkt reinigend und ausgleichend auf den Organismus und bringt seine Energie wieder zum Fliessen.

Die älteste bekannte ganzheitliche Heilkunde ist der indische Ayurveda, auf den die traditionelle chinesische Medizin (TCM) aufbaut. Später wurde medizinisches Wissen im antiken Griechenland und Rom gesammelt und gelangte Jahrhunderte später über die Araber nach Mitteleuropa. Die Indianer Nord- und Südamerikas hatten ein mindestens ebenso umfangreiches Heilwissen wie die Kelten im alten Nordeuropa und heute haben wir Zugang zum gesamten Wissensschatz der Naturmedizin.

Mit den modernen Methoden der Naturwissenschaft können wir inzwischen viele der Pflanzenwirkstoffe analysieren und damit zunehmend das alte Erfahrungswissen bestätigen.

Die meisten Heilpflanzen entfalten ihre größte Wirkung, wenn die gesamte Pflanze genutzt wird. Es sind eben nicht die isolierten Einzelsubstanzen, wie sie häufig in der Schulmedizin angewandt werden, sondern es ist das Zusammenwirken der oftmals großen Wirkstofffülle in den Pflanzen, unterstützt und verstärkt von den gleichfalls vorhandenen Nährstoffen, die den Gesamteffekt ausmachen, den kein Einzelstoff für sich erreichen kann.

Orthomolekulare Medizin und moderne Ernährungslehre

Das zweite Standbein der Naturheilkunde ist in den Erkenntnissen der modernen Ernährungslehre verankert. Wir wissen heute, dass außer den aufbauenden und energieliefernden Stoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten noch eine Reihe weiterer Wirkstoffe benötigt werden, um die erstgenannten Stoffe aufzuschließen, im Körper zu verwerten und vor Oxidation zu schützen. Dieses „Getriebeöl“ liefern uns Mineralien, Vitamine, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe. Die Anwendung dieser im Körper benötigten lebensnotwendigen (essentiellen) Stoffe bezeichnen wir heute als orthomolekulare Medizin („das richtige Molekül zur richtigen Behandlung“).

Der große Naturforscher und zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling entwickelte dieses auf optimaler Ernährung aufbauende Verfahren zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten zusammen mit anderen Wissenschaftlern Mitte der sechziger Jahre. Er erkannte, dass viele chronische Krankheiten dann auftreten, wenn die Biochemie des Körpers durch Mängel oder Ungleichgewichte im Nährstoffhaushalt gelähmt wird und dass die Zufuhr dieser Stoffe eine wirksame Behandlung bilden.

Er definierte es so:

„Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung der Gesundheit und die Behandlung von Krankheit durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise dort vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.“

Man könnte es auch vereinfacht ausdrücken als „Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten mit körpereigenen Stoffen.“

Gesundheit kommt aus der Natur und nicht aus der Retorte

Mineralien, Vitamine und Enzyme sind an allen Vorgängen im Körper beteiligt. Wenn wir nicht genügend davon aufnehmen bzw. bei Enzymen selber bilden, leidet das ganze Körpergeschehen. Schließlich stellen sich Krankheiten, bei längerem Mangel auch solche chronischer Art ein.

Neuester Wissensstand ist, dass Vitamine, Mineralien und Enzyme dafür sorgen, dass Wirkstoffe, die zu Heilzwecken eingesetzt werden, in ihrer Wirkung unterstützt und verstärkt werden, so dass weniger Wirkstoffe benötigt werden. Die sekundären Pflanzenstoffe, von denen viele äußerst wirksame Antioxidantien sind, sorgen dafür, dass freie Radikale als Alterungs- und Krankheitsverursacher wenig Chancen haben und unterstützen das körpereigene Entgiftungssystem.

Naturheilkundler glauben nicht an die arrogante und vermessene Idee, dass der Mensch in seinen Retorten und Labors in der Lage wäre, Mittelchen zu finden, die besser sind, als das, was die Natur uns reichhaltig zur Verfügung stellt.

Die pharmazeutische Forschung wird gelegentlich als „Naturwissenschaft“ bezeichnet. Das Teilwort „Natur“ in diesem Zusammenhang würde ein Naturheilkundler ganz sicher als Tarnung und Täuschung einordnen. Ein Beispiel dazu ist die Life-Style-Pille Viagra ®, dessen Wirkstoff Sildenafil kein „Natur“produkt ist, wohl aber ein Produkt der „Natur“wissenschaft, das in das Körpergeschehen eingreift, aber nicht zur Heilung der erektilen Dysfunktion führt. Ein wirkliches Naturprodukt würde die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken und eine natürliche Form der Stärkung der Durchblutung des Körpers sorgen und die erheblichen Nebenwirkungen vermeiden.

Im Einklang mit der Natur

Anders ausgedrückt würde ein Leben im Einklang mit der Natur dazu führen, dass Menschen bis in ein hohes Alter gesund und leistungsfähig bleiben. 120 bis 150 Jahre sollten im Durchschnitt erreichbar sein!

Dies beweisen gewisse Stämme, die mit einer vegetarischen Ernährung (die sie selbst anpflanzen) z. B. in den Bergen des Himalaja bis in dieses hohe Alter leistungsfähig und gesund bleiben. Sogar die Bibel ist voller Hinweise, dass die Menschen in sehr viel früherer Zeiten ein enormes Alter erreicht haben sollen. Hier ist von Lebensspannen zwischen 200 und 900 Jahren die Rede und es ist eher unwahrscheinlich, dass es sich um irgendeine symbolhafte Formulierung handeln könnte.

Jedenfalls kann das, was heute als „normal” gilt, wenn also 60 oder 70jährige (nicht selten sogar Leute in weitaus jüngeren Jahren) an irgendwelchen so genannten Alterserscheinungen (die wir aus der Sicht der Naturheilkunde jedoch als "Zivilisationskrankheiten" bezeichnen) zu leiden haben, keineswegs „normal” sein. Normal im Sinne von „für den Menschen bestimmt”, da er für ein sehr viel längeres und gleichzeitig gesundes Leben geschaffen ist, was die Existenz zahlreicher hoch betagter Mitglieder gewisser Naturstämme beweist.

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