Übungen - Teil 1

Durch falsches Üben kannst du dir Fehler angewöhnen, die du unter Umständen nicht mehr so schnell los wirst oder im schlimmsten Fall sogar deine Stimme schädigen. Diese Gefahr besteht vor allem, wenn du für dich allein übst. Mit den hier zusammen gestellten Übungen bist du aber auf der sicheren Seite. Sie sollen dich nicht zu neuen Höchstleistungen bringen, sondern können deine bestehenden Fähigkeiten verbessern. Und das in kurzer Zeit!

 

Atmung

Mit einer guten Atmung kannst du deine gesanglichen Fähigkeiten schlagartig verbessern und auch ständige Heiserkeit einfach abstellen. Um eine richtige Atmung zu verstehen, ist es zunächst einmal ganz sinnvoll zu wissen, wann und wieso eine Atmung falsch ist. Richtig, du solltest zunächst einmal nicht ersticken. Beim Singen gibt es aber noch mehr zu beachten!

Die Stimmerzeugung ist nichts anderes als das Abgeben von Luft aus der Lunge, die durch die Stimmbänder in Schwingung versetzt wird. Du wirst selbst schon festgestellt haben, dass einem bei längeren Textpassagen schon mal die Puste ausgehen kann. Sobald in der Lunge ein Unterdruck herrscht, will sie sich wieder mit Luft voll saugen (denk an den Schwamm) - du willst einatmen.

Das ist aber während dem Singen nicht immer möglich. Immer wenn die Pause zwischen zwei Textstellen zu kurz ist zum Beispiel. Bei einer falschen Atmung müssen, die Stimmbänder dann nicht nur Töne erzeugen, sondern auch noch als ein Ventil herhalten, das das Ein- und Ausatmen reguliert: sie pressen sich in den kurzen Pausen, in denen sie nicht zum Singen benutzt werden zusammen. Die Folge: sie verkrampfen, die Töne lassen sich nicht mehr locker bilden und du wirst heiser.

Die Stimmbänder müssen also von dieser Ventilfunktion befreit werden. Dies schaffst du, indem du beim Singen immer tief in den Bauch einatmest und auch aus dem Bauch ausatmest. Dazu musst du nach dem Einatmen (und wirklich erst dann) deine Bauchmuskulatur anspannen und so die Bewegungen deines Zwerchfells kontrollieren. Versuch einfach einmal richtig tief in den Bauch einzuatmen, so dass sich dieser kräftig wölbt. Versuche nun dein Ausatmen über deinen Bauch zu kontrollieren. Dein Unterleib ist dabei stark angespannt und die Wölbung geht mit dem Ausatmen zurück. Ob du es richtig machst, lässt sich ganz gut mit folgender Übung feststellen:

Halte kurz nach dem du tief eingeatmet hast die Luft an und sprich dann ein paar Worte. Sie müssen dir leicht und locker über die Lippen kommen. Wenn sie irgendwie gequetscht und gestöhnt klingen, benutzt du deine Stimmbänder immer noch als Ventil!

Übungen - Teil 2

Artikulation

Singe Liedtexte extrem deutlich und sauber. Das klingt dann gleich viel professioneller. Achte darauf, keine Endungen zu verschlucken und die Vokale ganz bewusst zu formen. Einmal völlig zu übertreiben hilft, ein gutes Mittelmaß zu finden.

 

Locker bleiben

Sei möglichst entspannt, wenn du singst. Das betrifft den ganzen Körper und auch deinen Geist. Schüttele dich ein wenig, lass deine Arme eine Weile zum Boden hängen und versuche den Alltagsstress hinter dir zu lassen. Du singst mit dem ganzen Körper und nicht nur mit den Stimmbändern. Auch diese sollten ihren Spaß am Singen habe. Wenn du pressen oder drücken musst bis dir der Hals wehtut, kannst du dir bald ein anderes Hobby suchen. Geh die Sache locker an, hab Spaß und wenn dir eigentlich gar nicht nach Singen ist, dann lass es einfach sein.

 

Singen tiefer Töne

Wahrscheinlich liegt es an dem Wörtchen "tief", dass die meisten beim Singen sehr tiefer Töne in sich zusammensacken und die Zunge runter in den Hals rutschen lassen. Wenn du schon das Kapitel Die Stimme gelesen hast, dann weißt du, dass das völliger Unsinn ist. Versuche stattdessen dein Kinn leicht vorzurecken und stell dir vor, dass du den tiefen Ton nicht im Hals produzierst, sondern in der Mitte deines Körpers. Stell dir vor, du schleuderst deine Stimme an einen imaginären Punkt, direkt über deinen Schneidezähnen. Berühre in einfach mal kurz mit der Zungenspitze diese Stelle am Gaumen. Das Ganze hört sich vielleicht seltsam an, aber so bleibt deine Zunge beim Singen automatisch locker und rutscht nicht nach hinten. Bei vielen wird dieser Effekt auch schon durch eine besonders deutliche Aussprache erreicht. Den Mund solltest du bei tiefen Tönen nur leicht und eher "breit" öffnen.

Übungen - Teil 3

Singen hoher Töne

Wenn du schon deinen Stimmtest gemacht hast, dann weißt du, wie hoch du in etwa kommst und ab welcher Höhe die Töne anfangen zu wackeln oder du sie gar nicht mehr triffst. Das kann an einer mangelnden Zwerchfellstütze und/oder zu wenig Luft liegen: die Luft strömt dann unkontrolliert und ungleichmäßig an deine Stimmbänder. Achte also besonders bei hohen Tönen auf deine Atemtechnik und lass dich nicht von dem Wort "hoch" irritieren. Hohe Töne heißen nicht so, weil sie einen halben Meter über deinem Kopf rumschwirren und du deswegen dein Hals recken und strecken musst, um sie zu treffen.

Wie auch beim Singen tiefer Töne, hilft hier ein imaginärer Punkt, den du aus der Mitte deines Körpers "ansingst". Stell dir vor, dass du die Töne zu jemandem hinsingen musst, der in einiger Entfernung von dir steht. Je höher der Ton, desto weiter ist die gedachte Person von dir entfernt. Wenn du dein Kinn dabei in seiner natürlichen Position behältst, arbeiten deine Stimmbänder so viel unverkrampfter und auch der Klang der hohen Töne wird klarer und fester. Voraussetzung dafür ist aber auch, das du deinen Mund mit zunehmender Höhe immer weiter öffnest, um so deiner Stimme den notwendigen Resonanzraum zu geben.

 

Erweiterung des Tonumfanges

Den Tonumfang zu erweitern bedeutet langes und geduldiges Üben! Was viele aber nicht wissen: hohes und tiefes Singen hängen unmittelbar zusammen. Wer mit seiner Stimme nie in den "Keller" geht, wird auch in der Höhe seinen Tonumfang nicht erweitern können und umgekehrt. Es bringt also eine ganze Menge, seine Lieblingslieder einfach mal eine Oktave tiefer zu trällern!

 

Die verzerrte Stimme

Eine verzerrte Stimme finden sicher viele von euch cool. Manche können immer so singen, ganz locker, bei anderen taucht dieser Stimmeffekt plötzlich auf und dann ist die Stimme wieder klar und rein. Wenn du so einen brüchigen, "kaputten" Klang gut findest, dann nimm diesen Augenblick ganz konzentriert wahr. Versuche diesen Klang aufrecht zu erhalten. Aber nicht mit Druck oder pressen. Die Ursache für diese brüchigen, "kaputten" Klang liegt in einem unterschiedlichen Schwingungsverhalten deiner beiden Stimmbänder. Mit der Zeit und etwas Übung lässt sich dieser Klang bewusst einsetzen. Aber auch das ist so eine Sache, die du ganz locker angehen musst.

 

Intonation

Eine gute Intonation bedeutet nichts anderes als den richtigen Ton zu treffen. Wer singt, der intoniert ständig und durchläuft dabei ganz unterbewusst folgenden Prozess: Er stellt sich einen Ton vor, er stellt Stimmlippen, Resonanzräume etc. darauf ein, produziert den Ton, hört ihn und korrigiert ihn gegebenenfalls. Es ist also sinnvoll diesen Prozess aufzugliedern und zu üben. Mit unserem Online-Klavier kannst du z.B. eine Tonfolge erfinden, sie einige Male spielen und dann den ersten Ton erst singen, dann zur Kontrolle spielen, dann den zweiten Ton singen, dann zur Kontrolle spielen usw. Noch einfacher ist es natürlich bei seinen Lieblingsliedern mitzusingen. Auch das übt.

 

Der Gesangslehrer

Mit einem guten Lehrer üben, ist besser als ohne. Da kann es noch so viele Internetseiten und Theoriebücher geben. Der Nachteil ist, dass die Unterrichtsstunden in der Regel gerade für jugendliche Schüler einfach zu teuer sind. Vielleicht kannst du in regelmäßigen Abständen bei einem Lehrer ein oder zwei "Kontrollstunden" nehmen. So bekommst du individuelle Ratschläge von einem Fachmann (Fachfrau geht natürlich auch) und weißt, ob du auf dem richtigen Weg bist.

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