Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

Aller Lobpreis gebührt Gott, dem Erhabenen, dem Herrn aller Welten. Wir danken Ihm für Seine Gnade und Seine Gaben und bitten Ihn um Hilfe und Rechtleitung in allem, was wir tun, und hoffen, dass Er uns in Seine Gunst aufnimmt. Sein Frieden und Segen seien mit unserem Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), seinen reinen Nachkommen (Friede sei mit ihnen) und seinen rechtschaffenen Gefährten. O Diener Gottes, ich rate mir selbst und Ihnen allen zur Ehrfurcht vor Gott und zum Gehorsam gegenüber Seinen Geboten.

Gott der Erhabene betont und empfiehlt nach der Liebe zu ihm selbst, die Liebe zum hl. Propheten (s.), und sagt: „Sprich: „Liebt ihr Allah, so folget mir; (dann) wird Allah euch lieben und euch eure Fehler verzeihen; denn Allah ist allverzeihend, barmherzig.““[1] Über die Ahlulbait der Reinen (a.s.) sagt er sogar: „Sprich: «Ich verlange von euch keinen Lohn dafür, es sei denn die Liebe wie zu den Verwandten.»“[2]
Dass Gott die Liebe zum hl. Propheten (s.) und zur Ahlulbait (a.s.) empfiehlt, könnte daran liegen, dass all die Mittel, die die Liebe schlussendlich zu Gott lenken, und dir wir in den vergangenen Ansprachen erwähnt hatten, in ihrer vollkommensten Form in diesen Edelmutigen vorhanden ist. Zur Erinnerung werden wir diese Mittel einmal kurz überfliegen:
Das erste Mittel war die Güte, und es wurde gesagt, dass Güte dann wahrhaftig ist, wenn sie aus eigenen Stücken geübt wird und wenn ihr weder materielle, noch jenseitige Vorteile zu Grunde liegen. Diese absolut reine Güte ist in erster Linie Gott, und in zweiter Linie den Propheten und unfehlbaren Imamen (a.s.) eigen. Sie waren aus eigenem Willen gütig, und zwar ohne an die dies- oder jenseitigen Vorzüge zu denken. Der folgende Qur’anvers bestätigt dies: „Sie geben ihr Essen (das sie selbst gern gegessen hätten) einem Bedürftigen, einer Waise und einem Kriegsgefangenen, und sie sagen dabei: Wir geben euch Gott zuliebe zu essen und wollen von euch kein Entgelt und keinen Dank.“[3] Da diese Edelmutigen nur aus Liebe zu Gott Güte zeigten und nicht um davon zu profitieren, wurden sie von den Menschen geliebt.
Die „Schönheit“ ist ein weiteres Merkmal, welches die Liebe verursacht. Sie wird in äußere und innere Schönheit unterteilt, wobei die innere Schönheit entsteht durch Dinge wie Wissen, die Macht, sich selbst zu verbessern und läutern, die Diener Gottes zu rechtleiten oder durch Reinheit vor dem Verwerflichen. All diese Eigenschaften waren in ihrer Reinsten Form im Propheten (s.) und in den unfehlbaren Imamen (a.s.) vereint, was die Liebe zu ihnen ganz klar begründet. Es gibt viele Überlieferungen, die die Liebe zum hl. Propheten (s.) und seiner Familie der Reinen (a.s.) betonen. Der hl. Prophet (s.) selbst sagte: „Liebet mich Gott zu Liebe, und liebet meine Familie mir zu Liebe.“[4] Ebenfalls vom hl. Propheten (s.) stammt folgende Überlieferung: „Die Liebe zu mir und meiner Familie wird euch an sieben Orten, an denen ihr sehr bedürftig sein werdet, zur Hilfe eilen: 1. Beim Tod, 2. Im Grab, 3. Bei der Wiederauferstehung, 4. Wenn man eure Taten niederschreibt, 5. Wenn man euch eure Taten verrechnet, 6. Wenn man eure guten und schlechten Taten abwiegt, und 7. Wenn ihr am Tag der Auferstehung die Brücke des „Serat“ überquert.“[5]
Die Aufforderung, die Ahlulbait der Reinen (a.s.) zu lieben und zwar als eine Art Lohn für den hl. Propheten (s.), gilt der Vervollkommnung und Läuterung der Menschen, und ist das wahrhaftig Gute, dass allen zu Teil wird. Der Qur’an sagt: „Sprich: »Was ich auch an Lohn von euch verlangt haben mag, das ist euer. Mein Lohn ist allein bei Allah; und Er ist Zeuge über alle Dinge. «“[6]
Die Liebe zur Ahlulbait (a.s.) bedeutet also in Wirklichkeit, den göttlichen Pfad zu finden und auf diesem Pfad, die Vervollkommnung zu erlangen. Gott der Erhabene bestätigt dies selbst: „Sprich: »Ich verlange von euch keinen Lohn dafür, nur daß jeder, der will, den Weg zu seinem Herrn einschlagen mag. «“[7]
Die Liebe zum hl. Propheten (s.) und seiner Familie der Reinen (a.s.) bereitet den Menschen in verschiedene Hinsichten für die Geistesläuterung vor, und bringt ihn Gott näher. Die Liebe führt nämlich dazu, dass die Eigenschaften des Geliebten auf den Liebenden übertragen werden, die Liebe zur Ahlulbait (a.s.) lenkt den Menschen also in Richtung des Monotheismus.


[1] 3:31
[2] 42:23
[3] 76:8-9
[4] Misan ul Hikma, Band 2, S. 236
[5] Misan ul Hikma, Band 2, S. 237, Überlieferung Nr. 3203
[6] 34:47
[7] 25:57

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