Die Geschichte des Propheten Muhammad (s.) Teil 7

Nun da die Muslime in Medina Fuß gefasst hatten, war es an der Zeit das Hab und Gut von den Quraish zurück zu fordern, die sie, wie bereits in den vorhergehenden Teilen erwähnt, zuvor verfolgt und ihre Unterkünfte plündern lassen haben. Nachdem die Muslime dies einforderten und die Quraish sich nicht bereit erklärten der Forderung nach zu kommen, kam es zur Auseinandersetzung bei Badr. Entgegen den Gerüchten, dass der Islam mit dem Schwert verbreitet wurde, wird hier ersichtlich, dass die Muslime nicht wahllos Menschen angriffen, sondern lediglich Angreifer, von denen sie gejagt und geplündert wurden. Die Auseinandersetzung bei Badr war die erste Schlacht in der der Prophet (s.) kämpfte.

Die Schlacht wird als ein Schlüsselereignis in der Frühgeschichte des Islam betrachtet und stellt einen Wendepunkt im Kampf Muhammads (s.) gegen die Quraish, den herrschenden Stamm in seiner Heimatstadt Mekka dar. Badr ist eine der wenigen Schlachten, die im KoranErwähnung finden. Nach dem Sieg der Muslime über die Quraish waren diese zu tiefst in ihren Stolz verletzt und rüsteten sich unter der Führung von Abu Sufian, einem Cousin des Propheten (s.) auf, um sich für die Schlacht bei Badr zu rächen. Auch den Juden missfiel der Machtgewinn der Muslime. So dass diese einen Vertreter nach Mekka schickten, der dort Reden hielt um den Hass gegenüber dem Propheten Muhammad (s.) zu schüren. Die Vertreter der Quraish trafen sich um einen Plan zu schmieden, der es vorsah Medina wieder einzunehmen. Sie sammelten Geld und Mitstreiter in den Vororten von Mekka und stellten eine riesige Armee auf die Beine. Bevor diese Armee jedoch angreifen konnte, warnte Abbas (a.) der Onkel des Propheten (s.), der noch in Mekka lebte, die Muslime in Medina vor. So kam es zum zweiten Krieg des Propheten (s.) der ein Verteidigungskrieg war. Es handelt sich hierbei um die Schlacht bei Uhud zu denen der Prophet (s.) die Truppen sandte, damit sie die Gegner abfangen konnten und somit nicht Medina zerstören würde. Der Prophet Muhammad (s.) schickte 50 Bogenschützen mit Abdullah ibn Jubair auf den Berg von Uhud und gab ihnen den Befehl ihre Position unter keinem Umstand aufzugeben, außer er veranlasse es. Als die Mekkaner auf die Muslime trafen kam es zum Gefecht, indem die Muslime die Überhand hatten, weshalb sich die Angreifer zurückzogen, welches die Bogenschützen auf dem Berg von Uhud veranlasste ihre Plätze zu verlassen, trotz des deutlichen Befehls des Propheten (s.). Khalid ibn Walid erkannte diese Situation und ließ seine Krieger um den Berg gehen, wodurch sie die Muslime von der anderen Seite angreifen konnten. Dies sollte eigentlich durch die Bogenschützen verhindert werden, welches nicht möglich gewesen wäre, hätten die Bogenschützen sich an ihre Anweisungen gehalten. Diesem schweren Schlag zum Trotz blieben ein paar der Muslime tapfer stehen, unter denen der Prophet Muhammad (s.) und Imam Ali (a.) an erster Stelle mit kämpften. Sie verloren in dieser Schlacht 75 Kämpfer. Die Angreifer konnten zwar vertrieben werde, doch bekamen die Muslime eine Lektion erteilt, die sie so schnell nicht vergessen würden.

 

 

Fazit:

1. Es kam zur Auseinandersetzung bei Badr aufgrund der Plündereien gegenüber der
     Anhängerschaft des Propheten (s.). Die die Machtverhältnisse zu Gunsten der Muslime
     umschmiss.

                2. Die Muslime fingen die angreifenden Quraish am Berg von Uhud ab, bevor diese sie
                 Medina zerstören konnten. Die Muslime bekamen eine Lektion erteilt, da sie nicht auf den
                 Propheten (s.) gehört hatten.

Die Geschichte des Propheten Muhammad (s.) Teil 8

Die Geschichte des Propheten Muhammad (s.) war von seinen Vorfahren mitgeprägt. Bevor genaueres zu den Vorfahren gesagt wird, werden an dieser Stelle zunächst erst einmal seine (s.) Vorfahren gelistet.

Der Vater des Propheten Muhammads (s.) war Abdullah, davor kamen Abdul Muttalib ,Hashim, Abdu Manaf ,Qusayy, Kilab, Murra, Kab, Luay, Ghalib, Fihr, Malik, Nadr, Kinana, Khuzayma, Mudrika, Ilyas, Mudar, Nizar, Maad, Adnan.

Im Folgenden betrachten wir in dieser Ausarbeitung auch nur diese Vorväter und auch nur vier von ihnen speziell. Unsere Betrachtung beginnt bei Qusayy ibn Kilab, dessen Mutter Fatimah war, die einen Mann vom Stamm Kilab heiratete und mit ihm zwei Kinder bekam von denen einer Qussay war. Später heiratete sie einen anderen Mann mit dem Namen Rabia und reiste mit ihm nach Damaskus, wo Qusayy zunächst mit ihnen lebte, bis die Familien der Mutter und des Stiefvaters stritten. Qusayy wurde von der Familie ausgegrenzt, da er nicht zum Stamm des Stiefvaters gehörte. In ihrer Trauer darüber brachte sie ihn zurück nach Mekka, wo er dann aufwuchs und fortgeschrittener als die Mekkaner war, so dass sie ihm die höchste Position der Quraishiten zu sprachen. Unter all den Stämmen die zu den Quraish zählten, stach der Stamm der Bani Hashim besonders hervor. Hashim war ein Mann der viel gab und den die Mekkaner respektierten. In der Zeit der Dürre hatte er Anreisende empfangen und bekocht. Da er den Menschen viel half bekam er den Ehrentitel „Sayyed“. Seit dem werden alle Nachkommen von Hashim mit dem Titel Sayyed angesprochen. Nach ihm kam sein Sohn Abdul Muttalib, der die Stellung seines Vaters übernahm und wurde damit der Sayyed der Hashim und wurde allein für sein Eingreifen als Abraha al Habashi die Kaaba attackierte überall respektiert. Abdul Muttalib hatte viele Kinder. Sein beliebtester Sohn war Abdullah. Er war 24 Jahre alt als er Amina bint Wahab heiratete. Ergebnis dieser Ehe war die Geburt des heiligen Propheten Muhammads (s.). Zwei Monate nach Abrahas erfolgsloser Invasion wurde der Prophet (s.) geboren. Abdullah ibn Abdul Muttalib, der Vater Muhammads (s.) verstarb noch bevor er (s.) geboren war. Als er (s.) dann sechs Jahre alt war verstarb auch seine (s.) Mutter Amina bint Wahab, woraufhin er zunächst bei seinem Großvater Abdul Mutalib aufwuchs. Weitere zwei Jahre später verstarb jedoch auch dieser, sodass der Prophet Muhammad (s.) fortan bei seinem Onkel Abu Talib lebte. Das Siegel der Propheten Muhammad (s.) war als aufrichtiger, zuverlässiger, ehrlicher, fleißiger und kluger Mann bekannt, so dass man ihn (s.) in vielerlei Hinsicht um Rat bat und liebevoll "As Sadiq al Amin[1]" nannte. Er (s.) hat sich um die Armen gekümmert und pflegte mit ihnen zusammen zu essen und ihre Probleme zu lösen. Als ein Gruppe Jugendlicher den Hilf al-Fudhul[2] zum Schutz und Wahrung der Rechte der Armen und Unterdrückten gründeten, hat der Prophet (s.) sie aufgesucht um mitzuwirken und Teil des Bundes zu sein. Mit 25 Jahren heiratete er Chadidscha (a.) mit der er die gesegnete Fatima (a.) zur Tochter bekam. Nach zehn Jahren Ehe mit Chadidscha (a.) kam es zu einer Überschwemmung, bei der die Kaaba stark beschädigt wurde. Die Quraisch bauten die Kaaba wieder auf, wobei es jedoch zu Streitigkeiten kam, wem die Ehre gebühre den Schwarzen Stein an der Kaaba anzubringen. Die Spannungen waren dermaßen stark, dass es fast zum Krieg gekommen wäre, wenn der Prophet Muhammad (s.) nicht die rettende Lösung gehabt hätte. Er legte den Stein auf seinen Mantel und bat an, dass jeder ein Teil des Mantels greift und sie so gemeinsam den Stein anbrachten. Der Prophet (s.) verbrachte viel Zeit in den Bergen, wo er als er vierzig wurde von Gabriel (a.) nicht nur offenbart bekam, dass er der Prophet Gottes (s.) sei, sondern auch die ersten Worte des Korans die in der Sure 96 den ersten Vers ausmachen:

(auf Arabisch:)

S96 V1

(auf Deutsch:)

Lies im Namen deines Herrn, Der alles erschaffen hat!

Hierbei handelt es sich um den Berg „Jabal al Nour“, der in etwa 6 km von Mekka entfernt steht. Die Botschaft die er (s.) bekam konnte er (s.) zunächst nicht öffentlich machen, da die Quraish niemanden akzeptierten der den Islam statt ihrer folgte. So hielt er (s.) und die, die den Islam annahmen sich für drei Jahre bedeckt. Die ersten, die die Religion annahmen waren Chadidscha (a.) und Imam Ali (a.). Nach diesen drei Jahren erhielt der Prophet (s.) die Offenbarung, dass er seine Botschaft offenkundig machen soll. Dies stellte jedoch eine große Herausforderung dar, da die Botschaft des Monotheismus keine Botschaft war, die auf Wohlgefallen traf in einer Gesellschafft die voll von Polytheisten war. Das erste was er verkündete war die Glauebnsbezeugung, dass es keinen Gott außer Allah (t.) gibt, und dass er Muhammad (s.) der Prophet Gottes (t.) ist. Damit begannen die Probleme für die Anhängerschaft des Islams, da die Quraisch diese nicht dulden wollte. Aufgrund des Ansehens und der machtvollen Worte die der Prophet (s.) besaß, versuchte man ihn (s.) zunächst durch Bestechungen zum Schweigen zu bringen, in dem man Ihm (s.) Geld und Ruhm versprach. Als dieses Vorhaben scheiterte quälten sie seine (s.) Anhänger die aus den Schwachen und Armen bestanden. Man nahm ihnen die Gelder und ließ ihre Häuser plündern. Sie sperrten die Anhänger des Islams ein bzw. vertrieben sie, bis sie nur noch einen Platz in Mekka hatten, auf denen sie sich aufhalten durften. Das war der Shab Abi Talib. Diese Maßnahmen waren Teil des Plans der Quraish, die Muslime und vor allem den Propheten Muhammad (s.) aus Mekka zu vertreiben. Die Quraish unterbrachen die Nahrungsversorgung der Muslime, die deswegen teilweise verhungerten bzw. verdursteten. Dadurch, dass die Muslime aus den Bergen, rund um Mekka, beobachtet wurden, war es schwer sich unauffällig zu versorgen. Einige Menschen jedoch warteten bis es dunkel wurde und versorgten den Propheten (s.) und seine (s.) Anhängerschaft. Die Quraish merkten schnell, dass sie die Muslime nicht klein kriegten. Daraufhin planten die Anführer der Quraish ein gemeinschaftliches Attentat auf den Prophet (s.), der jedoch in der Nacht des versuchten Attentats Mekka verließ, da er (s.) durch eine Offenbarung bereits über die Pläne gegen ihn (s.) informiert war. Gemeinsam mit Abu Bakr und einem Wegführer verließ er in aller Stille die Stadt, während Imam Ali (a.) zur Tarnung sich in das Bett des Propheten (s.) legte und dabei sein (a.) Leben für den Propheten (s.) aufs Spiel setzte. Die Attentäter der Quraish versammelten sich in der Nacht, um den Propheten (s.) zu töten und umstellten dabei sein (s.) Haus. Als sie an seinem (s.) Bett standen und die Decke hebten, sahen sie, dass Imam Ali (a.) dort lag, woraufhin sie schnell los liefen, um den Propheten (s.) ausfindig zu machen. Doch es gelang ihnen nicht.

 



Fazit:

                1. Nach dem der Prophet (s.) erfuhr, dass er der Gesandte Gottes ist musste er (s.) und alle
                   seine Anhänger dies verbergen.
                2. Als die Muslime sich zu erkennen gaben wurden, sie gejagt und ausgeplündert.
                3. Die Quraish versuchten den Propheten (s.) umzubringen, was ihnen nicht gelang, unter
                 Anderem wegen Imam Ali (a.) der sein Leben für den Propheten (s.) riskiert.



[1] Der wahrhaftige, der Treue

[2] Bund der Vorzüglichen

 

ie Geschichte des Propheten Muhammad (s.) Teil 9

Nach der Auseinandersetzung bei Uhud wollte der Prophet (s.) die Pilgerfahrt mit 1400 Muslimen vollziehen. Dies beeindruckte die nicht Muslime sehr, da sie zuvor keine ähnliche Einheit in einer Gesellschaft sahen, in der jeder für den Anderen mit Verantwortung übernimmt, wodurch die Muslime einen sehr stabilen Zusammenhalt bekamen. Als die Quraish in Mekka davon erfuhren, schickten sie Khalid ibn Walid mit 200 Rittern um die Muslime aufzuhalten. Der Prophet (s.) änderte seine Route, um damit einem Kampf aus dem Weg zu gehen und kam dabei in Hudaibiya an. Von Hudaibiya schickte der Prophet Muhammad (s.) einen Boten, der darüber aufklärte, dass sie komplett unbewaffnet waren und nicht kamen um Krieg zu führen, sondern um ihren Gottesdienst zu vollziehen.

Als Reaktion darauf misshandelten die Quraish den Boten. Zunächst schwören die Muslime in Hudaibiya dem Propheten (s.) einen Treueeid, indem es später auch zu einem Friedensabkommen zwischen den Quraish und den Muslimen kam. In Angst vor dem Machtzuwachs der Muslime gab es einige jüdische Stämme aus der Umgebung von Khaibar, die immer wieder versuchten gegen die Muslime vorzugehen und somit eine dauerhafte Gefahr für den Frieden der Muslime darstellten. Aufgrund dessen ließ der Prophet (s.) im siebten Jahr nach der Hijra die Schlösser derjenigen, die für diese Zwietracht verantwortlich waren von Imam Ali (a.) einnehmen. Infolge dessen schickten die jüdischen Stämme aus Fadaq Vertreter, die einen Friedensvertrag vorschlugen und im Zuge dessen die Hälfte ihres Grundbesitzes anboten. Der Prophet (s.) nahm das Angebot an und schenkte das Land seiner Tochter Fatima (a.), auf dass sie es für die Armen nutze. Der Prophet (s.) entsandte eine Boten zum damaligen König von Basrah, um diesen zum Islam einzuladen, der den Boten jedoch umbringen ließ. Daraufhin marschierte die Armee der Muslime mit 3.000 Mann in Richtung dieses Königs, wo diese jedoch von einer 200.000 Mann starken Armee der Römer abgefangen wurden. Im Vorhinein legten die Muslime fest, dass sie unter der Führung von Jafar ibn abi Taleb marschierten. Im Fall seines Ablebens im Kampf sollte Zaid ibn Haritha die Führung übernehmen und wenn auch dieser fiel, war Abdullah ibn Rawahah sein Nachfolger. Alle drei wurden im Gefecht von den Römern getötet. Sie bestimmten während der Schlacht Khalid ibn Walid, der während des Friedenabkommens von Hudaibiya Moslem wurde, zum Führer der den Rückzug anordnete.

Als die Nachricht über die Auseinandersetzung der Römer mit den Muslimen Mekka erreichte, nutzten die Quraish dies um den Verbündeten der Muslime, den Stamm der Khuzaa, anzugreifen und damit gegen den Friedensvertrag zu verstoßen, den sie zuvor unterschrieben hatten. Die Khuzaa baten die Muslime als ihre Verbündeten um Hilfe. Der Prophet (s.) ließ einige Männer um Medina herum laufen, damit kein Spion den Mekkanern übermitteln konnte, dass er eine 10.000 Männer starke Armee zusammenstellte. Als sie vor Mekka ankamen und es Nacht war ließ er (s.) die Muslime Feuer in den eigenen Lagern zünden, so dass die Mekkaner sehen konnten, welches Ausmaß die Armee besaß, die vor den Türen Mekkas standen. In der Gewissheit, dass Mekka diesen Angriff nicht standhalten könne, wandte sich Abu Sufian an Abbas (a.) dem Onkel des Propheten (s.). Er ergab sich und wurde Moslem. Auf diese Art und Weise konnte der Prophet (s.) Mekka erobern ohne einen Tropfen Blut zu vergießen. Sie entfernten die Götzenstatuen aus der Kaaba und der Sahabi Bilal stieg auf die Kaaba und rief das Glaubensbekenntnis aus, in dem man Allah (t.) allein als Gott und Muhammad (s.) als Gesandten Gottes bezeugt. Das Mekka auf diese Art und Weise fiel, sprach sich schnell herum, wodurch die Muslime eine mächtige Einheit in Mekka darstellten.

 

 

Fazit:

1. Der Prophet (s.) brach auf zur Kaaba, wo die Quraish ihn zunächst den Zutritt
     verweigerten, später aber in einem Friedensvertrag erlaubten.
2. Als die Muslime von Römern angegriffen wurden, nutzen die Quraish dies um die Khuzaa,
   die Verbündeten der Muslime anzugreifen und somit gegen die zuvor geregelten
   Friedensabkommen zu verstoßen.
3. Die Muslime nahmen Mekka ein, ohne auch nur einen Tropfen Blut zu verschütten.

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