Die Geschichte des Propheten Muhammad (s.) Teil 4

Der Ursprung der Mädchenmorde ist auf die Beni Tamim zurück zu führen. Zur Zeit des Königs Nahman ibn Mundhir, der im Gebiet des heutigen Irak lebte, waren die Beni Tamim, die sich weigerten Steuern an den König abzugeben. Dieser entsandte daraufhin eine große Armee um die Steuerverweigerer zu bekriegen, in dessen Zuge alle Frauen des Stammes verschleppt wurden. Als später ein Entsandter der Beni Tamim den König bat die Frauen des Stammes freizugeben, die mittlerweile mit den Männern lebten, die sie verschleppten, antwortete der König, dass er sie nur aushändigen würde, wenn diese Frauen aus eigenem Willen zurück zu den Beni Tamim gehen würden.

So kam es zu einem Streit unter den Frauen, da ein Teil wieder zurück wollte, ein anderer Teil aber lieber mit ihren neuen Männern leben wollte. So entschied sich Naqis die Tochter von Qais al Asem nicht zurück zu gehen. Dies erzürnte ihren Vater dermaßen, dass er von diesem Moment an veranlasste, alle Mädchen bei ihrer Geburt umzubringen. Später übernahmen andere Stämme dieses Gesetz. Später ging Qais al Asem zu dem Propheten (s.), wo ihm die Ansar zu den Mädchen befragten. Er erzählte davon, dass er keine Tochter bekam, ohne dass er sie lebendig begrub. Bei einer jedoch lief es anders. Seine Frau bekam ein Kind als er auf Reise war und ließ es von ihrer Schwester groß ziehen, so dass die Geburt verschwiegen blieb. Als er von der Reise zurück kam sagte sie ihm es sei eine Fehlgeburt gewesen. Später kam dieses Mädchen ihre Mutter besuchen und als Qais deren Unterkunft betrat und er sie sah fragte er wer sie sei. Die Mutter fing an zu weinen und sagte, dass das Mädchen ihre Tochter sei. So begann er auch für sie ein Loch auszuheben und während er seine Tochter mit Erde bedeckte rief sie ihm zu, warum er das mache, ob er sie alleine lassen oder von ihr weg wolle. Qais aber schüttete sie so lange mit Erde zu bis ihre Worte verstummten. Der Prophet Muhammad (s.) begann beim Hören dieser Worte zu weinen und bezog klare Stellung, indem er sagte, dass es sich um eine unfassbare Härte handele und das wer nicht in der Lage ist sich jemanden zu erbarmen keine Erbarmung zu Teil kommen würde.
Die Morde an den neugeborenen Mädchen sind nur ein Beleg von vielen dafür, dass den Frauen in der vorislamischen Zeit keine Rechte zu gesprochen wurden. Die Frau wurde wie ein Gegenstand behandelt. Sie hatte weder individuelle noch gesellschaftliche Rechte. Sie verfügte nicht einmal über ein Erbrecht. Selbst die gebildeten Araber haben die frau damals zu den Tieren gezählt. Sie waren bekannt für die Aussage die Mütter der Menschen sind Behälter. Mädchen zu töten rechtfertigte man damit, dass man dadurch Unglück von den Familien fern halte, wie z.B. Armut oder Schande. Man ließ sie entweder lebendig begraben, ertrinken, schächten oder aufhängen. Auch in der Ehe genossen Frauen keine Rechte und wurden beim Ableben ihres Mannes mit einem der Söhne verheiratet. Als der Islam kam verbot der Prophet (s.) dies und sagte man solle nicht die Frauen heiraten die bereits mit den Vätern verheiratet waren und bezeichnete dies als abscheuliche, abartige und irreführende tat.

Fazit:

1. Die Frauenmorde waren Folge einer Irrationalen Entscheidung eines Einzelnen, die der
   Prophet (s.) in aller Härte kritisierte und darauf verwies, dass keiner Barmherzigkeit
   erfährt, der keine Barmherzigkeit gibt.
2. Er (s.) setzte sich auch für die Rechte der Frauen in der Ehe ein.

 

 

Die Geschichte des Propheten Muhammad (s.) Teil 5

Die Geschichte des Propheten Muhammad (s.) war von seinen Vorfahren mitgeprägt. Bevor genaueres zu den Vorfahren gesagt wird, werden an dieser Stelle zunächst erst einmal seine (s.) Vorfahren gelistet.

Der Vater des Propheten Muhammads (s.) war Abdullah, davor kamen Abdul Muttalib ,Hashim, Abdu Manaf ,Qusayy, Kilab, Murra, Kab, Luay, Ghalib, Fihr, Malik, Nadr, Kinana, Khuzayma, Mudrika, Ilyas, Mudar, Nizar, Maad, Adnan.

Im Folgenden betrachten wir in dieser Ausarbeitung auch nur diese Vorväter und auch nur vier von ihnen speziell. Unsere Betrachtung beginnt bei Qusayy ibn Kilab, dessen Mutter Fatimah war, die einen Mann vom Stamm Kilab heiratete und mit ihm zwei Kinder bekam von denen einer Qussay war. Später heiratete sie einen anderen Mann mit dem Namen Rabia und reiste mit ihm nach Damaskus, wo Qusayy zunächst mit ihnen lebte, bis die Familien der Mutter und des Stiefvaters stritten. Qusayy wurde von der Familie ausgegrenzt, da er nicht zum Stamm des Stiefvaters gehörte. In ihrer Trauer darüber brachte sie ihn zurück nach Mekka, wo er dann aufwuchs und fortgeschrittener als die Mekkaner war, so dass sie ihm die höchste Position der Quraishiten zu sprachen. Unter all den Stämmen die zu den Quraish zählten, stach der Stamm der Bani Hashim besonders hervor. Hashim war ein Mann der viel gab und den die Mekkaner respektierten. In der Zeit der Dürre hatte er Anreisende empfangen und bekocht. Da er den Menschen viel half bekam er den Ehrentitel „Sayyed“. Seit dem werden alle Nachkommen von Hashim mit dem Titel Sayyed angesprochen. Nach ihm kam sein Sohn Abdul Muttalib, der die Stellung seines Vaters übernahm und wurde damit der Sayyed der Hashim und wurde allein für sein Eingreifen als Abraha al Habashi die Kaaba attackierte überall respektiert. Abdul Muttalib hatte viele Kinder. Sein beliebtester Sohn war Abdullah. Er war 24 Jahre alt als er Amina bint Wahab heiratete. Ergebnis dieser Ehe war die Geburt des heiligen Propheten Muhammads (s.). Zwei Monate nach Abrahas erfolgsloser Invasion wurde der Prophet (s.) geboren. Abdullah ibn Abdul Muttalib, der Vater Muhammads (s.) verstarb noch bevor er (s.) geboren war. Als er (s.) dann sechs Jahre alt war verstarb auch seine (s.) Mutter Amina bint Wahab, woraufhin er zunächst bei seinem Großvater Abdul Mutalib aufwuchs. Weitere zwei Jahre später verstarb jedoch auch dieser, sodass der Prophet Muhammad (s.) fortan bei seinem Onkel Abu Talib lebte. Das Siegel der Propheten Muhammad (s.) war als aufrichtiger, zuverlässiger, ehrlicher, fleißiger und kluger Mann bekannt, so dass man ihn (s.) in vielerlei Hinsicht um Rat bat und liebevoll "As Sadiq al Amin[1]" nannte. Er (s.) hat sich um die Armen gekümmert und pflegte mit ihnen zusammen zu essen und ihre Probleme zu lösen. Als ein Gruppe Jugendlicher den Hilf al-Fudhul[2] zum Schutz und Wahrung der Rechte der Armen und Unterdrückten gründeten, hat der Prophet (s.) sie aufgesucht um mitzuwirken und Teil des Bundes zu sein. Mit 25 Jahren heiratete er Chadidscha (a.) mit der er die gesegnete Fatima (a.) zur Tochter bekam. Nach zehn Jahren Ehe mit Chadidscha (a.) kam es zu einer Überschwemmung, bei der die Kaaba stark beschädigt wurde. Die Quraisch bauten die Kaaba wieder auf, wobei es jedoch zu Streitigkeiten kam, wem die Ehre gebühre den Schwarzen Stein an der Kaaba anzubringen. Die Spannungen waren dermaßen stark, dass es fast zum Krieg gekommen wäre, wenn der Prophet Muhammad (s.) nicht die rettende Lösung gehabt hätte. Er legte den Stein auf seinen Mantel und bat an, dass jeder ein Teil des Mantels greift und sie so gemeinsam den Stein anbrachten. Der Prophet (s.) verbrachte viel Zeit in den Bergen, wo er als er vierzig wurde von Gabriel (a.) nicht nur offenbart bekam, dass er der Prophet Gottes (s.) sei, sondern auch die ersten Worte des Korans die in der Sure 96 den ersten Vers ausmachen:

(auf Arabisch:)

S96 V1

(auf Deutsch:)

Lies im Namen deines Herrn, Der alles erschaffen hat!

Hierbei handelt es sich um den Berg „Jabal al Nour“, der in etwa 6 km von Mekka entfernt steht. Die Botschaft die er (s.) bekam konnte er (s.) zunächst nicht öffentlich machen, da die Quraish niemanden akzeptierten der den Islam statt ihrer folgte. So hielt er (s.) und die, die den Islam annahmen sich für drei Jahre bedeckt. Die ersten, die die Religion annahmen waren Chadidscha (a.) und Imam Ali (a.). Nach diesen drei Jahren erhielt der Prophet (s.) die Offenbarung, dass er seine Botschaft offenkundig machen soll. Dies stellte jedoch eine große Herausforderung dar, da die Botschaft des Monotheismus keine Botschaft war, die auf Wohlgefallen traf in einer Gesellschafft die voll von Polytheisten war. Das erste was er verkündete war die Glauebnsbezeugung, dass es keinen Gott außer Allah (t.) gibt, und dass er Muhammad (s.) der Prophet Gottes (t.) ist. Damit begannen die Probleme für die Anhängerschaft des Islams, da die Quraisch diese nicht dulden wollte. Aufgrund des Ansehens und der machtvollen Worte die der Prophet (s.) besaß, versuchte man ihn (s.) zunächst durch Bestechungen zum Schweigen zu bringen, in dem man Ihm (s.) Geld und Ruhm versprach. Als dieses Vorhaben scheiterte quälten sie seine (s.) Anhänger die aus den Schwachen und Armen bestanden. Man nahm ihnen die Gelder und ließ ihre Häuser plündern. Sie sperrten die Anhänger des Islams ein bzw. vertrieben sie, bis sie nur noch einen Platz in Mekka hatten, auf denen sie sich aufhalten durften. Das war der Shab Abi Talib. Diese Maßnahmen waren Teil des Plans der Quraish, die Muslime und vor allem den Propheten Muhammad (s.) aus Mekka zu vertreiben. Die Quraish unterbrachen die Nahrungsversorgung der Muslime, die deswegen teilweise verhungerten bzw. verdursteten. Dadurch, dass die Muslime aus den Bergen, rund um Mekka, beobachtet wurden, war es schwer sich unauffällig zu versorgen. Einige Menschen jedoch warteten bis es dunkel wurde und versorgten den Propheten (s.) und seine (s.) Anhängerschaft. Die Quraish merkten schnell, dass sie die Muslime nicht klein kriegten. Daraufhin planten die Anführer der Quraish ein gemeinschaftliches Attentat auf den Prophet (s.), der jedoch in der Nacht des versuchten Attentats Mekka verließ, da er (s.) durch eine Offenbarung bereits über die Pläne gegen ihn (s.) informiert war. Gemeinsam mit Abu Bakr und einem Wegführer verließ er in aller Stille die Stadt, während Imam Ali (a.) zur Tarnung sich in das Bett des Propheten (s.) legte und dabei sein (a.) Leben für den Propheten (s.) aufs Spiel setzte. Die Attentäter der Quraish versammelten sich in der Nacht, um den Propheten (s.) zu töten und umstellten dabei sein (s.) Haus. Als sie an seinem (s.) Bett standen und die Decke hebten, sahen sie, dass Imam Ali (a.) dort lag, woraufhin sie schnell los liefen, um den Propheten (s.) ausfindig zu machen. Doch es gelang ihnen nicht.

 



Fazit:

                1. Nach dem der Prophet (s.) erfuhr, dass er der Gesandte Gottes ist musste er (s.) und alle
                   seine Anhänger dies verbergen.
                2. Als die Muslime sich zu erkennen gaben wurden, sie gejagt und ausgeplündert.
                3. Die Quraish versuchten den Propheten (s.) umzubringen, was ihnen nicht gelang, unter
                 Anderem wegen Imam Ali (a.) der sein Leben für den Propheten (s.) riskiert.



[1] Der wahrhaftige, der Treue

[2] Bund der Vorzüglichen

 

Die Geschichte des Propheten Muhammad (s.) Teil 6

Nach dem der Prophet (s.) Mekka verlassen hatte und neun Tage unterwegs war, versteckte er (s.) sich in einer Höhle nahe Medina bei einem Ort der Quba heißt, wo er die erste Moschee im Islam baute. In dieser Moschee fand das erste Freitagsgebet des Propheten Muhammad (s.) statt. In dieser Moschee begann er (s.) auch den Koran zu lehren. Dort wartete er (s.) auf seinen Cousin Imam Ali (a.) der beauftragt war die Güter aus dem Haus des Propheten (s.) an die Menschen in Mekka zu verteilen und erst nach Erledigung dieser Aufgabe mit den Frauen der Banu Hashim nachzukommen.

Als sie dann gemeinsam Yathrib betraten wurde die Stadt in Medina al Munawwara bzw. Medina al Rasul umbenannt. In Medina lebten ab diesem Moment zwei Gruppen von Muslimen, die medinensischen Helfer (arabisch „Ansar“) und die aus Mekka stammenden Auswanderer (arabisch „Muhadschirun“). Die Ansar empfingen die Mekkaner mit Freude. Alle Ansar wollten den Propheten (s.) beherbergen. Damit kein Streit ausbricht sagte der Prophet Muhammad (s.), dass man sein (s.) Kamel entscheiden lassen solle, da es von Allah (t.) geführt werde. Dieses Kamel lief bis zu dem Haus von Abu Ayyub al Ansari. Dort gab es ein Zeichen, dass er (s.) sich für dieses Haus entscheiden sollte und so lebte der Prophet (s.) die erste Zeit bei Abu Ayyub al Ansari. Das erste was der Prophet (s.) dort machte war eine Moschee zu bauen, um eine Basis für den Islam zu gründen. Als sich der Prophet (s.) in Medina niederließ schlichtete er (s.) die Feindschaft zwischen den Stämmen der „al Aus“ und der „al Khazraj“, die bis dahin 120 Jahre Bestand hatte. Die Auswanderer, die ihre Heimat, ihr Hab und Gut, ihr Haus und oft sogar ihre Familie verlassen mussten, waren völlig mittellos nach Medina gekommen. Sie hatten meist keine Angehörigen oder Verwandten in der Stadt. Der Prophet (s.) forderte deshalb die Helfer auf, jeweils einen Auswanderer zum Bruder zunehmen und ihn an seinem Besitz teilhaben zu lassen und jeden Auswanderer einen Beruf nachzugehen um nicht die Helfer mit ihren Aufenthalt zu belasten. Den Juden gefiel der Machtzuwachs der Muslime nicht und so versuchten sie auf hinterlistige Art und Weise die Muslime zu schwächen. Doch der Prophet (s.) half auch hier zu vermitteln. So entwickelte sich wahre Brüderlichkeit und Solidarität zwischen den Muslimen und einer war für den anderen da.
Die ersten 17 Monate in Medina, wie auch zuvor in Mekka gab Jerusalem die Gebetsrichtung für die Muslime vor. Auch Juden beteten in diese Richtung, wodurch sie sich in ihrem Glauben bestätigt fühlten, da andere es ihnen gleich taten. Nach diesem Zeitraum jedoch befahl Allah (t.) in Richtung Mekka zu beten.

 

 

Fazit:

1. Der Prophet (s.) ließ Imam Ali (a.) der zuerst in Mekka blieb, das Hab und Gut des
   Propheten auf die Ärmeren aufteilen.
2. Die Stadt Yathrib hieß ab dem Moment, indem der Prophet (s.) in Ihr lebte Medina al
   Munawara.
3. Der Prophet (s.) schlichtete alle Streitigkeiten, die von anderen Kräften verursacht wurden
   und setzt das gegenseitige Helfen für ein jeden Medinensa zur Pflicht fest.

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