In der gesamten Geschichte der Menschen gibt es keinen Zeitpunkt, in dem Frauen keine wichtige Rolle gespielt hätten, gleich ob es nun positive oder negative, konstruktive oder destruktive, direkte oder indirekte Rollen waren. Eine Besprechung all dieser Aspekte würde den Rahmen dieser Ansprache sprengen, und so sollen die Rollen der Frauen in der Religionsgeschichte und vor allem im Islam das Thema sein. Das ist ein sehr umfangreiches Thema, und deshalb wollen wir uns auf die Fälle beschränken, die im Qur’an erwähnt wurden.

In diesem himmlischen Buch gibt es Dutzende von Versen, die sich mit diesem Thema befassen. Es werden genau 20 Fälle im Qur’an angesprochen, wobei einige dieser Fälle von einer positiven, und manche von einer negativen Rolle berichten und als Beispiele für gläubige bzw. ungläubige Männer und Frauen angeführt werden, wie z.B.:

„Gott führt als Gleichnis der Ungläubigen die Frau von Noah und die Frau von Lot an. Beide unterstanden im Ehebund zwei rechtschaffenen Dienern, die sie aber betrogen. Diese konnten ihnen gegen Gottes Strafe nicht helfen, und ihnen wurde gesagt: ‚Tretet in die Hölle ein mit den anderen Eintretenden!’ Gott führt als Gleichnis der Gläubigen die Frau Pharaos an, die sagte: ‚Herr, baue mir bei Dir ein Haus im Paradies, rette mich vor Pharao und seinen Untaten, und rette mich vor dem ungerechten Volk!’“[1]

Auch in den nachfolgend genannten Versen werden Frauen aufgeführt:

Eva, Adams (a.s.) Gefährtin, in Sure al-Baqara, Vers 35.

Die Frau von Noah (a.s.), in Sure at-Ta½rim, Vers 10.

Walia, Frau von Lot (a.s.), in Sure at-Ta½rim, Vers 10.

Sara, Frau Abrahams (a.s.), Sure Hud, Vers 71.

Lea, Frau von Hiob (a.s.), Sure al-AnbiyÁ’, Vers 84.

Hadschar, Frau von Abraham (a.s.), Sure IbrÁhÍm, Vers 37.

Die Frau von Zacharias (a.s.), Sure al-AnbiyÁ’, Vers 90.

Drei weitere Fälle sind jeweils die Mutter, Schwester und Frau von Moses (a.s.), Sure al-QeÈÁÈ, Vers 27.

Maryam (s.); wird in mehr als 20 Suren des Qur’an erwähnt wird; der Name kommt 34mal vor, und sie ist die einzige Frau, die im Qur’an beim Namen genannt wurde.

Die Mutter von Mariam (s.), Sure an-NisÁ’, Vers 35.

Die Königin von Saba, Sure an-Naml, Vers 23.

Zulaicha, Sure Yusuf, Vers 12:51.

Die Frau von Abu Lahab, Sure Al-Lahab, Vers 4.

Fatima Zahra (a.s.)

Anlässlich der Feiertage in Erinnerung an Hazrate Fatima (s.a.), möchte ich einige Qur’anverse bezüglich Fatima (a.s.) erwähnen. Ein Beispiel davon ist die Sure „Al-Kauthar“

„Wahrlich, Wir haben dir Fülle des Guten gegeben; So bete zu deinem Herrn und opfere. Fürwahr, es ist dein Feind, der ohne Nachkommenschaft sein soll.“

Der große sunnitische Exeget Fa¿r RÁzÍ schreibt in seiner Exegese den Begriff „Die Fülle des Guten“ Hasrate Fatima (a.s.) zu und spricht den Segen an, der ihren Kindern zuteil geworden ist: „Sieh nur, wie viele Kinder dieser Frau den Märtyrertod starben, und trotzdem ist die Welt voll von ihren Nachkommen, während keine einzige Person aus der Familie der Umayaden übrig geblieben ist.“ Er lobt die gesegneten Nachkommen Fatimas (a.s.) anschließend und sagt: „Ihre Nachkommen waren dermaßen gesegnet, dass große Wissenschaftler wie
Imam B
Áqir (a.s.), Imam ÆÁdiq (a.s.), Imam KÁãim (a.s.) und Imam Ri±Á (a.s.) unter ihnen waren.“ Ein Dichter schrieb einst: „Wenn Du nicht glauben möchtest, wie viele Verse des Qur’an sich mit dieser edelmütigen Frau befassen und sie loben, so sieh doch in den Suren al-Kauthar und al-Qadr nach“

Fatima (a.s.) hatte nicht nur die Ehre, die Tochter des edlen Propheten (s.), die Ehefrau von Imam Ali (a.s.) und die Mutter von Imamen zu sein, sie führte ihr Leben auch auf eine Weise, die sie zu einem Vorbild für die Männer und Frauen der Welt machte. Und der Friede und die Gnade Gottes und Seine Segnungen seien mit euch.

 



[1] Sure at-Ta½rÍm,. Verse 10-11.

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